Themen

Landpastoral

Anlässlich eines Studientags der KEB-Westerwald im Februar 2004 wurden, im Bistum erstmalig, Besonderheiten des veränderten ländlichen Raums und Konsequenzen für die Pastoral thematisiert. Übereinstimmend forderten die Referent/-innen eine neue Sicht auf das Land. Pastoral für Land und Leute müsse mehr auf die Menschen zugehen. Sie solle sich verstärkt an den religiösen Bedürfnissen der Menschen orientieren. Albert Herrenknecht, Pro Provincia in Boxberg, beschäftigte sich mit Lebensentwürfen und Lebensstilen im (heutigen) Dorf. Dr. Birgit Hoyer, KLJB-Bundesseelsorgerin, fragte: "Was geht das alles die Kirche an? Gibt es das Dorf noch, das seelsorglicher Planung zugrunde lag?" Bernhard Spielberg, Uni Würzburg, Lehrstuhl Pastoraltheologie versuchte eine Zukunftsprognose. Wohin geht der Weg? Kirche im Dorf.

Auch die Limburger Texte Nr. 29 vom Dezember 2006 und das Kreuzfest 2007 beschäftigten sich mit dem Thema Landpastoral. Deswegen sind die Referate des Studientags weiterhin erhältlich. Zusätzlich sind Auszüge aus einem Vortrag zum Thema: "Bildung auf dem Land" von Johannes Müller-Rörig eingestellt. Viele der seinerzeitigen Befunde sind auch heute noch aktuell, weshalb sie weiterhin zum Download angeboten werden.

Die Studie der KEB-Hessen (an der auch Bildungsbeauftragte aus dem Bildungswerk Westerwald- Rhein- Lahn teilnahmen) aus dem Jahr 2008, veröffentlicht im Frühjahr 2009, stellt der Bildungsarbeit, insbesondere auf dem Land, gute bis sehr gute Noten aus. Es zeigte sich, dass Katholische Bildungsarbeit auf dem Land ein wesentlicher Beitrag für die Region und für die Kirche ist. Sie kann ortsnah - weltoffen und dennoch erkennbar - Themen ansprechen, die den Menschen wichtig sind.

Diese gute Beurteilung ist vor allem den vielen Bildungsbeauftragten zu verdanken, die sich immer wieder für Bildungsangebote in ihrem Dorf engagieren und jährlich mehr als 200 Angebote mit einem großen Themenspektrum machen. Die jeweils aktuellen Angebote finden sich unter „Veranstaltungen“.

Eine Konsequenz aus den grundlegenden Arbeiten zur Bildungsarbeit auf dem Land ist die Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen in den Kirchorten. Es wurden in den Jahren nach dem Studientag drei verschiedene Formate aufgelegt: „Treffen für Seniorenkreisleitungen“, „Oremus“ und „Gott zu Ehren“.

Die Treffen für Seniorenkreisleitungen stellen Materialien für die eigene Arbeit mit Senior/-innen, die meist eher der Altersgruppe der Hochbetagten angehören, vor. Das Erleben des Vorgestellten aus Teilnehmendenperspektive eröffnet Beurteilungsmöglichkeiten über den Einsatz des Materials in der eigenen Gruppe, die sich anderes weniger gut ergäben. Die Treffen für Seniorenkreisleitungen feierten im Frühjahr 2016 ihr 10-jähriges Bestehen.

Oremus spricht Menschen an, die Gottesdienste an Werktagen gestalten bzw. sich dafür fit machen wollen. Insbesondere die Entwicklung hin zu Großraumpfarreien hat die Frage gestellt, wie und von wem eine Gottesdienstkultur in den Kirchorten erhalten bzw. neu gebildet werden kann. Darauf antwortet Oremus. Es werden Materialien vorgestellt, theologische Fragestellungen erörtert und Gottesdienste erarbeitet.

Gott zu Ehren beschäftigt sich mit der Gestaltung des Altarraums – insbesondere durch Blumenschmuck und findet i. d. R. zwei Mal pro Jahr statt. Wie vieles andere, das selbstverständlich erschien, ist auch die Gestaltung des Altarraums in der Dorfkirche durch sogenannte Blumenfrauen nicht mehr selbstverständlich. Wozu auch – findet doch nicht mehr in jeder Kirche ein Sonntagsgottesdienst statt – scheint die naheliegende Frage zu sein? Damit die Kirche aber erkennbar im Dorf bleibt, braucht es nicht nur Kirchgänger sondern auch einen gestalteten Raum, der Lebendigkeit ausstrahlt. Ein Beitrag dazu ist der Blumenschmuck in der Kirche. In diesem Angebot werden theologische und liturgische Fragen behandelt sowie durch eine Floristin konkrete Techniken gelehrt, wie Blumen arrangiert werden.

Während sich die drei vorgenannten Angebote um die lokale Entwicklung der Kirchorte bemühen, hat im Jahr 2015 ein Projekt begonnen, das bis zum Jahr 2020 ausprobieren soll, mit welchen Formaten sich jüngere Erwachsene im ländlichen Raum ansprechen lassen. Ein Projekt, das auch Themen und Lernräume jenseits der bekannten Pfarrheime entdecken soll. Kurzum: es geht um neue Zielgruppen einer Erwachsenenbildung, deren Teilnehmende eher im Seniorenalter (50+) zu finden sind.

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