Ausstellung "Von den irdischen Dingen"

In Folge des Finanzskandals beim Neubau des Bischofshauses auf dem Domberg in Limburg haben Gläubige und Öffentlichkeit viel Vertrauen in die Kirche und deren Umgang mit Geld verloren. Viele Fragen wurden aufgeworfen und zunächst nicht zufriedenstellend beantwortet. Zahlreiche Kirchenaustritte in Deutschland und ein Rückgang der Spenden bei kirchlichen Hilfswerken waren Konsequenzen.

Die Berichte über dubiose Konten und Geldwäschevorwürfe gegenüber der Vatikanbank erschütterten zusätzlich das Vertrauen in kirchliches Finanzgebaren. Papst Franziskus verordnete hingegen die eindeutige Orientierung der Kirche an den Bedürfnissen der Armen und Ausgeschlossenen.

Transparenz und Gesprächsangebot

Die Öffentlichkeit und die Kirchensteuerzahler wollen wissen, wie groß eigentlich das kirchliche Vermögen ist und für was das Geld ausgegeben wird. Denn die Kirche hat einen hohen ethischen Anspruch und steht deshalb in besonderer Verantwortung, auch über ihre Finanzen transparent Auskunft zu erteilen. Die Kirche ist also herausgefordert, glaubhaft darzulegen, wofür sie Geld benötigt: nicht zum Selbstzweck, sondern vielmehr dazu, Gottes Auftrag, seine Botschaft immer wieder neu in die Gegenwart zu übertragen.

Die Verantwortlichen in der Diözese Limburg möchten mit der Öffentlichkeit und insbesondere den Katholiken im Bistum hierüber ins Gespräch kommen. Im Juli 2014 wurden deshalb erstmals die Finanz- und Vermögenshaushalte aller vier Rechtsträger auf Diözesanebene gemeinsam veröffentlicht.

Gleichzeitig möchte diese Ausstellung einen Einblick in die komplexen Zusammenhänge anbieten, in denen sich das Verhältnis von Kirche und Geld im Bistum Limburg darstellt, obwohl die wirtschaftlichen und rechtlichen Strukturen innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland Transparenz auf einen Blick unmöglich machen.


Ausstattung

Die Ausstellung umfasst die Eingangstafel und weitere 17 Tafeln mit folgenden Themen:

  1. Weshalb eine Ausstellung zu Kirche und Geld
  2. Wie gingen die ersten Christen mit Ihrem Besitz um?
  3. Weshalb wurde immer wieder über die Armut gestritten?
  4. Ist die Kirche ein einheitlicher Konzern?
  5. Wer ist das Bistum Limburg und wer hat Geld?
  6. Ist eine Milliarde Euro viel Geld für ein Bistum?
  7. Weshalb benötigt das Bistum Vermögen?
  8. Woher kommt das Geld - wohin geht es?
  9. Weshalb gibt es Staatsleistungen?

10. Was ist eigentlich der Bischöfliche Stuhl?
11. Wie kam es zum Finanzskandal um den neuen Bischofssitz?
12. Weshalb gibt es überhaupt eine Kirchensteuer?
13. Wer entscheidet über die Kirchensteuer?
14. Ist die Kirchensteuer noch zeitgemäß?
15. Wo würde die Kirchensteuer fehlen?
16. Wie läuft die Finanzierung bei unseren Nachbarn?
17. Was muss besser – was anders werden?

 

Ausstellungskatalog

Der Ausstellungskatalog kann gegen einen Unkostenbeitrag von 7 EURO über nachfolgende Kontaktdaten erworben werden:

Diözesanbildungswerk im Bistum Limburg
Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt
Telefon: 069 8008718-450
Telefax: 069 800818-455
keb.dioezesanbildungswerk(at)bistumlimburg.de

Ausstellungen

Bitte wenden Sie sich an

           Annette Börner

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